Feminismus ist kein Verbrechen!



Unterstütze unseren Einsatz für körperliche und sexuelle Selbstbestimmung


In Berlin stehen im Moment ca. 100 Aktivist:innen vor Gericht. Ihnen wird „Nötigung“ vorgeworfen, weil sie sich 2019 an einer Sitzblockade beteiligt haben. Die friedliche Sitzblockade war Teil der Proteste gegen eine Veranstaltung von christlichen FundamentalistInnen und anderen AntifeministInnen.

Gerichtsprozesse sind unglaublich anstrengend! Für die Angeklagten bedeuten sie Anspannung, Stress und auch viel Zeit. Urlaubstage gehen für Verhandlungen drauf und das Ersparte für Anwält:innen und Gerichtskosten. Für politische Zusammenhänge bedeutet das auch, viel Zeit und Energie in die Unterstützung der Betroffenen zu stecken, die sonst in den eigentlichen Aktivismus fließen würde. Die Kosten rund um die Verfahren werden wohl bei insgesamt 60-85.000 € liegen.

Es ist absurd, dass so viele Menschen vor Gericht gezerrt werden und ihnen Nötigung vorgeworfen wird, weil sie sich bei einer öffentlichen Veranstaltung aus Protest in den Weg gesetzt haben. Die Angeklagten haben schließlich ein politisches Mittel gewählt, um öffentlichkeitswirksam und friedlich für das Recht auf körperliche und sexuelle Selbstbestimmung zu kämpfen.

Der eigentliche Skandal ist, dass Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland noch immer nicht legal sind. Es kann nicht sein, dass christliche FundamentalistInnen ihre sexistische und queerfeindliche Ideologie unwidersprochen auf die Straße tragen, ungewollt Schwangere vor Beratungsstellen bedrängen und Falschinformationen über Schwangerschaftsabbrüche verbreiten können. Gleichzeitig wird der feministische Gegenprotest dermaßen kriminalisiert und unser Grundrecht auf Versammlungsfreiheit massiv eingeschränkt.

Die Kriminalisierung von Protest ist immer auch darauf ausgelegt, Aktivist:innen einzuschüchtern und von ihrem Engagement abzuhalten. Sie kann Angst machen und uns lähmen. Deswegen ist es so wichtig, niemanden damit allein zu lassen und die Betroffenen zu unterstützen.

Dafür brauchen wir dich! Unterstütze unsere Kampagne „Feminism is not a crime!“ mit einer Spende. Das Geld wird genutzt, um Rechtsberatung, Anwält:innen- und Gerichtskosten sowie weitere Repressionskosten zu bezahlen.

Feminism is not a crime! #nofundis

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