Kundgebung Pro Choice statt Pro Femina

Aufruf zur Kundgebung gegen die neu eröffnete Zweigstelle von Pro Femina.

Pro Choice statt Pro Femina! 1.August 2019 | 16 Uhr | U Adenauerplatz

Am 1.Juli 2019 hat am Kurfürstendamm 69 die Berliner „Beratungsstelle“ des Vereins Pro Femina eröffnet. Pro Femina bietet laut Selbstauskunft Beratung „für Frauen im Schwangerschaftskonflikt“ an. Allerdings stellen sie weder einen Beratungsschein aus, den Menschen brauchen, um einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen zu lassen, noch beraten sie ergebnisoffen oder seriös. Pro Femina versucht sich als normale Beratungsstelle darzustellen, denen die Sorgen von schwangeren Menschen am Herzen liegen. Dies ist jedoch nicht so – die Embryonen, das potentielle neue Leben, stehen in der Beratung im Vordergrund, nicht das Leben der schwangere Personen. Eine Abtreibung wird nicht als legitime Entscheidung dargestellt. Ratsuchenden wird finanzielle Unterstützung angeboten, wenn sie sich dafür entscheiden, die Schwangerschaft fortzuführen. Kristijan Aufiero, verantwortlich für die Inhalte von Pro Femina, ist ebenfalls Vorsitzender des Birke e.V., welcher der Lebensschutzbewegung zuzuordnen ist.

Die Verwechslung mit der staatlich anerkannten Beratungsstelle pro familia ist hier allein durch die Namensgebung durchaus gewollt. Schwangere werden bewusst getäuscht und in ihrem Recht auf eine selbstbestimmte Entscheidung eingeschränkt – entscheiden sie sich für einen Abbruch der Schwangerschaft, müssen sie in eine andere Beratungsstelle, die einen Beratungsschein ausstellt. Teilweise ist dafür dann aber keine Zeit mehr: Pro Femina zögert die Beratung so lange hinaus, bis die ersten 12 Wochen der Schwangerschaft überschritten sind und eine reguläre Abtreibung nicht mehr möglich ist.

Wir fordern die ergebnisoffene Beratung von Schwangeren in Krisensituationen und den freien Zugang zu Informationen über Abtreibungen.

Wir kämpfen für das Recht von Menschen, selbst zu entscheiden, ob eine Schwangerschaft bestehen bleibt oder nicht!

Wir fordern die Schließung dieser selbsternannten Beratungsstelle!

Kommt zur feministischen Gehsteigberatung nach Charlottenburg.

Pro Choice statt Pro Femina!

Körperliche und sexuelle Selbstbestimmung – Eine Begegnung in Widersprüchen

Samstag, 1. Juni 2019, 18:30 Uhr, faq Infoladen Neukölln, Jonasstraße 40

My body, my choice! Die Schwangere soll selber entscheiden können, ob sie schwanger bleibt oder nicht. Ihr Selbstbestimmungsrecht steht im Fokus unserer feministischen Kämpfe. Die befruchtete Eizelle interessiert uns wenig. Klare Kiste! Oder?
Was aber, wenn eine Diagnose vorliegt und eine medizinische Auffälligkeit beim Embryo festgestellt wird, beispielsweise eine Trisomie. Sollten wir dann den Embryo mehr in den Blick nehmen? Verändert sich unsere Perspektive auf die Selbstbestimmung der Schwangeren. Unterstützen wir jede Entscheidung zu einer Abtreibung? Das What the fuck-Bündnis positioniert sich immer wieder gegen Selektion durch pränatale Diagnostik. Was bedeutet das und wird damit das Selbstbestimmungsrecht der Schwangeren eingeschränkt?
Gemeinsam wollen wir über Selbstbestimmung in einer patriarchalen und behindertenfeindlichen Gesellschaft sprechen. Uns geht es darum, Dilemmata sichtbar zu machen. Wir überlassen nicht der christlich fundamentalistischen „Lebensschutzbewegung“ das Feld, wenn es um Pränataldiagnostik und Behinderung geht. Ran an die Widersprüche und Knoten im Kopf!
Die Veranstaltung findet im Rahmen der pro-choice Vernetzung von linksradikalen Aktivist*innen aus Österreich, Schweiz und Deutschland statt. Im Anschluss kann sich noch bei einem Getränk ausgetauscht werden.

Grußworte nach München #nofundis

Liebe Genoss*innen in München,

wir sind das What the Fuck – Bündnis aus Berlin.
Auch wenn wir im Moment einige Kilometer von euch entfernt sind – unser gemeinsamer Kampf verbindet uns.

Christliche Fundis glauben an eine übermächtige Kraft – aber wir Queerfeminist*innen haben Gewissheit: Unser Leben ist von Menschen gemacht. Geschlechterrollen, der Staat und Nationen sind nicht natürlich. Es liegt an uns.
Fundis haben Angst um das Leben – wir kämpfen ums Leben. Um ein Leben in einer befreiten und emanzipierten Gesellschaft.

Wir setzen der Härte und Strenge der reaktionären Regeln, unsere Wärme und Solidarität entgegen. In einer feministischen und befreiten Gesellschaft haben wir Raum, ein solidarisches Miteinander zu erproben. Dafür kämpfen wir. Und auch dafür gehen wir alle immer wieder auf die Straße.
Heute in München, am 25. Mai in Annaberg-Buchholz und viele weitere Tage. Für unser Recht auf körperliche und sexuelle Selbstbestimmung.

Solidarische Grüße aus Berlin.
Alerta alerta antisexista

Mai 2019


Zu den Hintergründen:

Radikale Abtreibungsgegner*innen planen am 11. Mai 2019 erneut einen Marsch der „1000 Kreuze für das Leben“ durch die Münchner Innenstadt, um so gegen Schwangerschaftsabbrüche zu protestieren. Unsere Genoss*innen in München rufen zu Gegenprotest auf:

Am 10. Mai feiern wir UNSER LEBEN & UNSERE ENTSCHEIDUNGEN und tragen unsere queerfeministischen Positionen auf die Straße. Mit viel Glitzer, Flitter und Musik demonstrieren wir gegen fade, graue Normen. Los geht es um 19 Uhr am Alten Botanischen Garten (Karl-Stützel-Platz). Am 11. Mai sabotieren wir ab 13 Uhr die selbst ernannten „Lebensschützer*innen“ unter dem altbekannten Motto: IHR KÖNNT UNS KREUZWEISE! Es wird verschiedene Kundgebungen und Aktionen geben, um den Fundamentalist*innen den Tag so richtig zu versauen.

Für mehr Informationen: https://prochoicemuc.noblogs.org

Mit Kleiderbügeln gegen Fundis

 

 

 

 

 

 

 

 

Die WHO schätzt, dass immernoch bis zu 13% der unsicheren Schwangerschaftsabbrüche tödlich enden. Kleiderbügel sind ein mehr schlecht als rechtes Hilfsmittel für unsichere Abbrüche und stehen symbolisch für die weltweiten Tode von Schwangeren, die keinen  Zugang zu sicheren Schwangerschaftsabbrüchen haben.

Zum Zugang zu sicheren Schwangerschaftsabbrüchen gehört es auch, individuelle Informationen zu den unterschiedlichen Methoden, eine Schwangerschaft abzubrechen, zu erhalten. Um diese Frage ging es in der Debatte um § 219a, der in der reformierten Fassung Ärzt*innen immernoch verbietet, über die angebotenen Schwangerschaftsabbruchsmethoden zu informieren. Auf den Gesetzgebungsprozess des neuen § 219a konnten dabei sogenannte „Lebenschützer“ maßgeblich Einfluss nehmen, was sich nicht nur in der Gesetzesbegründung nachlesen lässt sondern auch in der medialen Debatte verfolgen ließ. Die sogenannte Lebensschutzbewegung kämpft für eine komplette Kriminalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen und nimmt die weltweiten Tode von Schwangeren, die keinen Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen haben, in Kauf, um „ungeborenes Leben“ zu schützen.

Wir wollen heute auf dieses Missverhältnis mit Hilfe von Kleiderbügeln und Informationen zu Schwangerschaftsabbrüchen aufmerksam machen. Wenn der Staat den Ärzt*innen eine fachgerechte Aufklärung über Abtreibungsmethoden verbietet, müssen wir uns (und die Fundis) eben selbst aufklären!

Wenn ihr selbst mit Kleiderbügeln losziehen und Informationen verteilen wollt, Material findet ihr hier.

Wen wir alles aufklären? Verfolgt uns auf Twitter unter #wegmit218 #wegmit219a und #frauenstreik.

My body, my choice! Heraus zum 8. März! §219a wegstreiken!

Morgen, 07.03.2019: Kundgebung um 16 Uhr vorm Gesundheitsministerium.

Feministisch streit/ken im März

Zum Streik vor dem Streik: am 7. März 2019
Denn staatlich-patriarchale Zugriffe auf die Körper von Frauen* sind immer noch gesellschaftliche Realität. Wir treffen uns vor dem Gesundheitsministerium in der Friedrichstraße, wo aktuell eine unsägliche „Post-Abortion“-Studie in Auftrag gegeben wird. Kommt mit uns auf die Straße gegen den antifeministischen Backlash! Lasst uns gemeinsam eintreten für die Entkriminalisierung von Abtreibung und die Abschaffung der Paragrafen 218 und 219a StGB und für sexuelle und geschlechtliche Selbstbestimmung – für eine befreite Gesellschaft! Bringt Kleiderbügel mit – All Genders Welcome.

§218 + §219a wegstreiken – Keep your politics out of my uterus

Im Anschluss: 18:30 Flti* Vorabenddemo Demo durch Charlottenburg (Start Stuttgarterplatz). Siehe Termine für mehr Infos.

Am 7. März 2019 durch Berlin, vorbei an der Bibliothek des Konservatismus. Alerta alerta AntisexistaAktuelle Infos gibt es bei unserem Tresen am 2. März (siehe Termine).

Tresen im faq Infoladen am 2. März 2019

Aufruf zur musikalischen Aktion am FrauenKampftag!

Liebe Interessierte, Politisierte und Gesangs-Begeisterte,

zum Internationalen Frauenkampftag am 08. März rufen auch in diesem Jahr wieder verschiedene Bündnisse zu Streik und Protest auf den Straßen Berlins auf. Wir wollen diesen Tag und die geplanten Demonstrationen zum Anlass nehmen, uns mit einer musikalischen Aktion einzumischen.

Wir, das sind verschiedene Chöre, Singegruppen und singende Einzelpersonen aus Berlin. Gemeinsam erheben wir die Stimme für eine befreite und emanzipierte Gesellschaft, für sexuelle und geschlechtliche Selbstbestimmung, für die Entkriminalisierung von Abtreibung, die Abschaffung der Paragrafen 218 und 219 StGB und für die gleichberechtigte Anerkennung aller (sexuellen) Lebensweisen.

Zum Hintergrund: Im Vorfeld der Demonstration „Marsch für das Leben“ in Berlin am 22.09.2018 schlossen wir uns zu einem Chorbündnis zusammen. Unter dem Motto: „Singen für das Leben“ – Gegen den „Marsch für das Leben“ die Stimme erheben wurde zum musikalischen Gegenprotest aufgerufen (Hier gibt’s Eindrücke von der Aktion.

Habt Ihr Lust, Euch anzuschließen und gemeinsam mit uns am 08.03.2019 queerfeministische Songs auf die Straßen Berlins zu tragen, die Öffentlichkeit zu besingen oder Gesangs-Flashmobs umzusetzen? Dann kommt zu unserer öffentlichen Generalprobe am

27.02.2019 um 20.00 Uhr
in den Kiezanker 36 – Familien- und Nachbarschaftszentrum,
Cuvrystraße 13/14, 10997 Berlin-Kreuzberg.

Es besteht natürlich auch die Möglichkeit, sich am 08.03. spontan der Gruppe anzuschließen. Alle nötigen Infos wie Treffpunkt, Kostümierung etc. werden im Nachgang der Generalprobe über die Homepage des Frauen*streikbündnisses verbreitet.

Wir freuen uns auf euch!

Das Chorbündnis Berlin

Pressemitteilung 07.02.2019

Pressemitteilung 07.02.2019: Alter Wein in neuen Schläuchen? Berliner Bündnis übt scharfe Kritik am Gesetzesentwurf zu §219a.

Nach der Veröffentlichung des Referentenentwurfs zur Änderung des §219a StGB schließt sich das Berliner Protest-Bündnis What-the-fuck der Kritik am Entwurf an. Das Bündnis arbeitet seit über 10 Jahren zur Kriminalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen und der sogenannten Lebensschutzbewegung und organisiert die jährlichen Proteste gegen den „Marsch für das Leben“ in Berlin.

Dabei hat das Bündnis auf zahlreichen Veranstaltungen und Kundgebungen immer wieder auf die Gefahren der bestehenden rechtlichen Regelung für die Gesundheit von Schwangeren, die einen Abbruch vornehmen lassen wollen, hingewiesen. Insbesondere marginalisierte Gruppen wie Geflüchtete, junge Erwachsene oder Schwangere in Not sind auf einen einfachen und schnellen Zugang zu Informationen angewiesen, um eine sicheren Schwangerschaftsabbruch durchführen lassen zu können. Die im Entwurf vorgesehene zentrale Sammlung von Informationen erschwert diesen Zugang jedoch weiterhin. Zudem können die nötige Informationen über die angebotenen Dienstleistungen der jeweiligen Ärztinnenpraxis, zum Beispiel darüber, welche Art des Schwangerschaftsabbruchs angeboten wird, weiterhin nicht zur Verfügung gestellt werden.

Pressesprecherin Sarah Bach sagt hierzu:
„Was zuvor umstritten war (Werbung oder nicht?) soll nun schwarz auf weiß festgeschrieben werden: Ärztinnen und Ärzte dürfen ihre Patientinnen nicht mit den nötigen Informationen versorgen. Der Referentenentwurf spiegelt dabei nicht nur das Stereotyp der unmündigen Schwangeren, die vor ‚Falschinformationen‘ geschützt werden muss, wieder. Er trägt auch gefährliche Ideen der Lebensschutzbewegung in sich, wenn etwa die Informationen der Ärztinnen mit den neutralen Informationen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung kontrastiert werden. In jedem anderen Feld wird Ärzten eine neutrale Aufklärung zugestanden, nicht jedoch in Sachen Schwangerschaftsabbruch. Hinzu kommt das Vorhaben von Minister Spahn, eine Studie über das von Abtreibungsgegnern erfundene Post-Abortion Syndrom erstellen zu lassen. Die Regierung gießt hier Öl ins Feuer der Lebensschutzbewegung und klopft sich für den faulen Kompromiss auf die Schultern. Und das auf Kosten der Schwangeren. Diesen wird weiterhin ihr Recht auf reproduktive Gesundheit verwehrt. Das kann nicht angehen, dagegen werden wir uns entschieden wenden. Wir schließen uns dem Aufruf zur Empörung des Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung an und haben aus diesem Grund ein offenes Vernetzungstreffen einberufen.“

Das Berliner Bündnis What-the-fuck!? organisiert jährlich die Gegenproteste zum „Marsch für das Leben“ und besteht aus zahlreichen querfeministischen Gruppen und Einzelpersonen.

Mehr Infos unter http://www.whathefuck.noblogs.org und auf Twitter und @nofundis.

Kontakt: presse-wtf@riseup.net

Nach dem Protest ist vor dem Protest

++++++Antirep-Treffen, 26.11.2018, 19.30 Uhr, Meuterei ++++++++++++++++++++++

Liebe Leute,

über ein Monat ist seit dem „Marsch für das Leben“ und unseren Gegenprotesten vergangen. Wir wollen an dieser Stelle nochmal auf Einiges im Umgang mit möglicherweise anfallenden Repressionen hinweisen:

  1. Meldet euch bei uns, wir haben für anfallende Repressionskosten Geld gesammelt.
  2. „Anna* und Arthur* haltens Maul“. Will heißen: Wenn ihr als Beschuldigte in einem Strafverfahren vorgeladen werdet, ist es grundsätzlich geboten die Aussage zu verweigern. Hierzu gehört auch, dass ihr keine (!) Entlastungszeug_innen nennt, da das im schlimmsten Fall dazu führt, dass eure Freund_innen ebenfalls angezeigt werden. Falls ihr unsicher seid, sprecht mit eurer Ortsgruppe der Roten Hilfe oder eurer_m Anwält_in. Außerdem findet hier eine Broschüre der Roten Hilfe mit Hinweisen und Tipps zur Aussageverweigerung.
  3. Spätenstens an dieser Stelle sollte klar sein, dass es Sinn macht Rote Hilfe Mitglied zu werden!

Wir werden ein öffentliches Antirepressionstreffen am 26.11.2018 um 19.30 Uhr in der Meuterei veranstalten, bei dem auch Vertreter*innen der Roten Hilfe anwesend sein werden!

Kommt vorbei und holt euch Support. Euer What-the-Fuck-Bündnis Berlin.