„Marsch für das Leben“?! What the Fuck! – Aufruf 2026

Schwarzes Plakat mit rotem Rauch am Rand. in roter Schrift steht in großen Buchstaben "What The Fuck". Vor den Buchstaben ist eine goldene Madonnenstatue mit rosafarbener Sturmhaube auf. Darunter steht in den weißen Lettern "Marsch für das Leben Sabotieren" - 19.09.2026 queer-feministische Kundgebung 11-16 Uhr Washintonplatz" unten rechts sind Logos von MFAT, Widersetzen und WTF zu sehen.

Plakat 2026

Aufruf zum queerfeministischen Protest!

Am 19. September wollen christliche FundamentalistInnen, Konservative und extreme Rechte bei dem  sogenannten „Marsch für das Leben“ (MfdL) wieder durch Berlin-Mitte laufen. Für diese Menschen bedeutet „Für das Leben sein“ und „Lebensschutz“: Hass  gegen queeres Leben schüren, Schwangerschaftsabbrüche verbieten und vorgeben, was Familie ist. Sie geben sich als unschuldige KirchengängerInnen aus, aber bringen faschistische Forderungen aus der Hölle mit. Unterstützt werden sie dabei von prominenten AfD-PolitikerInnen wie z.B. Beatrix von Storch oder Franz Schmid.

Gleichzeitig findet zum ersten Mal eine Konferenz von „Heartbeat  International“ in Deutschland statt, die sich personell und organisatorisch mit dem Programm des MfdL überschneidet. Die US-Organisation betreibt sogenannte Crisis Pregnancy Centers (Zentren für Schwangerschaftskonflikt-Beratungen), die mit Falschinformationen versuchen, ungewollt Schwangere von einem Abbruch abzuhalten. „Heartbeat International” ist ideologisch und in Teilen politisch mit der MAGA-Bewegung verzahnt und beteiligt sich an Kampagnen der Trump-Regierung. Diese Allianzen zeigen einmal mehr, dass Proteste gegen den Marsch der AbtreibungsgegnerInnen Teil antifaschistischer Politik sein müssen.

Der Blick in eine düstere Zukunft

Im September finden zudem Landtagswahlen statt. In Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin werden sich die Wahlergebnisse der AfD laut Prognosen verdoppeln. Ein Blick ins Wahlprogramm der AfD Sachsen-Anhalt zeigt, was das für queere Menschen bedeuten würde: Sie propagiert ein ausschließlich heterosexuelles Familienbild als „Keimzelle der Gesellschaft” und lehnt das Recht auf Schwangerschaftsabbruch und queere Elternschaft als „pervers-linke Agitation” ab. Trans*sein wird als Trend dargestellt, der durch die “Regenbogenlobby” verbreitet wird, den Zugang zu wichtigen Hormontherapien will die AfD unterbinden. Wir müssen deshalb in diesem Jahr besonders darum kämpfen, dass diese völkischen Vorstellungen keine Realität werden!

Von der Pride zur Fear Season

Der tödliche Anschlag auf den diesjährigen Berliner CSD war ein Schock, der uns in Trauer und Wut zurück lässt. Diese unfassbare Tat bildet die Spitze des Wiederanstiegs queerfeindlicher Gewalt. Der Pride-Monat Juli, der queeres Leben feiert und an die historischen Stonewall Proteste erinnert, ist in den letzten Jahren  zunehmend zur Angriffsfläche geworden: vom Ausruf des Stolzmonat von der Jungen Alternative und AfD-Politiker*innen bis zu zahlreichen Angriffen auf CSDs im vergangenen Jahr. An diesen  queerfeindlichen Angriffen beteiligen sich extrem rechte AkteurInnen (AK.Fe.In, Cemas/democ) und auch christliche FundamentalistInnen. So viel zum Thema „Lebensschutz”. Welches Leben schützenswert ist, machen die AkteurInnen des MfdL an heteronormativem und völkischen Gedankengut fest. Ihre Fantasien von gewaltvoller Vernichtung betreffen uns!

Antifaschistisch = Queerfeministisch

Die Verstrickung von Antifeminismus, Queerfeindlichkeit und Faschismus wird ideologisch immer deutlicher. Eine emanzipatorische Gesellschaft beinhaltet die Legalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen, ein Leben ohne Angst für alle geschlechtlichen Identitäten und Formen des Begehrens. Dafür werden wir im September kämpfen! Schließt euch uns an! Gemeinsam stellen wir uns christlichen FundamentalistInnen und FaschistInnen in den Weg!

19. September 2026
11-16 Uhr
Washingtonplatz / Berlin-Mitte

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Infos am Tag über den Demoticker.

„Marsch für das Leben“?! What the Fuck! – 20.09.2025

Marsch für das Leben? What the Fuck?! 20.09.25 QUEER-FEMINISTISCHE UND ANTIFASCHISTISCHE AKTIONEN IN BERLIN-MITTEAm 20. September findet in Berlin wieder der sogenannte „Marsch für das Leben“ statt. Und wieder werden wir protestieren! Der „Marsch für das Leben“ in Berlin ist die größte öffentliche Veranstaltung der selbsternannten „Lebensschutzbewegung“. Doch der Name ist eine Farce. Dieser christlich fundamentalistischen Gruppierung geht es nicht um den Schutz von Leben, sondern um die Durchsetzung patriarchaler und queerfeindlicher Politik. Vordergründig fordern sie ein vollständiges Verbot von Schwangerschafts-abbrüchen, aber es geht ihnen um mehr.

Hetze gegen trans* Menschen und queere Bildung

Seit Jahren hetzten die „LebensschützerInnen“ gegen queere Bildungsprojekte und in der jüngsten Vergangenheit haben sie sich mit transfeindlichen Verschwörungserzählungen hervorgetan. Sie schmeißen mit Kampfbegriffen wie „Gender-Ideologie“ oder „LSBTI-Kult“ um sich, um queere Sichtbarkeit als vermeintliche Indoktrinierung zu verteufeln. Und damit nicht genug! Sie veröffentlichen Falschinformationen im Internet und wollen damit Jugendliche von einer selbstbestimmten Transition abbringen. Das ist extrem gefährlich!

Überschneidungen mit der extremen Rechten

Kein Wunder also, dass sich die christlichen Fundis so gut mit anderen AkteurInnen der extremen Rechten verstehen: Sie eint das Feindbild Feminismus. Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt wollen sie unterdrücken. Weiterlesen

Fundis stören, leicht gemacht!

Pressemitteilung

Berlin, 21.09.24. – Die Teilnehmenden des „Marsch für das Leben“ haben heute wieder bewiesen, dass sie nicht davor zurückschrecken mit FaschistInnen auf die Straße zu gehen. Und die Aktivist*innen haben sie auf vielfältige Weise in ihre Schranken gewiesen. Ein voller Erfolg für das WTF-Bündnis!

Ein Rückblick auf den gesamten Tag macht klar, wie stark der Protest aus den queerfeministischen Reihen in diesem Jahr war. Noch vor offiziellem Beginn wurde ein Bus aus Bremen an der Einfahrt nach Berlin und damit die darin sitzenden Fundis an der Teilnahme am „Marsch für das Leben“ gehindert – welch ein grandioser Auftakt der diesjährigen Proteste! Weiterlesen

„Marsch für das Leben“? – What the Fuck!

Kommt zum queer-feministischen Protest gegen den „Marsch für das Leben“!

Wir haben eine Kundgebung angemeldet und freuen uns auf euch!
Samstag, 21. September 2024 um 11 Uhr vorm Berliner Hauptbahnhof (Washingtonplatz).

Protest findet den ganzen Tag in Berlin-Mitte statt. Weitere Infos bekommt ihr bei der Kundgebung. Ab vormittags werden wir euch auch über den Aktionsticker von Systemli mit Infos versorgen: https://aktionsticker.org/.

Zur besseren Orientierung am Tag empfehlen wir euch unsere Aktionskarte. Auf der Karte ist sowohl die Route der Fundis (braun), unsere Kundgebung als auch die Demonstration des Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung (grün) eingezeichnet.

Hier in höherer Auflösung zum Drucken als PDF.

Wir haben außderdem einen Telegram-Kanal, da könnt ihr gern beitreten. Die Nachrichten aus dem Aktionsticker werden in den Kanal übertragen.

Den EA erreicht ihr unter der Nummer 030 69 222 22. Dort könnt ihr euch melden, falls ihr festgenommen wurdet. Bitte nicht vergessen, sich auch wieder abzumelden.

NoFundis! Kundgebung ab 10:30 vorm Hauptbahnhof

Marsch für das Leben?! What the Fuck!

Für den Protesttag haben wir vor dem Berliner Hauptbahnhof (Washingtonplatz) eine Kundgebung angemeldet. Los geht es ab 10:30 Uhr, denn die Fundis reisen früh an und nicht wenige laufen den Weg vom Hauptbahnhof zum Brandenburger Tor, wo ihr „Schweigemarsch“ startet.
Das wollen wir nutzen, um den Fundis zu zeigen, was wir von ihrer queerfeindlichen und reaktionären Veranstaltung halten. NoFundis!

Eine brennende Kerze, auf der noch die letzten 6 Buchstaben von "Patriarchy" zu lesen sind. Im Hintergrund lilane Flammen und die Info: 16.9. queer-feministischer Protesttag, Kundgebung ab 10:30 Uhr vorm Hauptbahnhof.

Alle Jahre wieder marschieren sie für das Leben – What the Fuck?!

Burn the patriarchy – Queer-feministischer Protest – 16. September 2023

English Version here

Auch in diesem Jahr finden sich christlich-fundamentalistische Gläubige, Extreme Rechte und andere reaktionäre Kräfte aus ganz Europa am 16. September in Berlin ein – und zeitgleich auch in Köln. Sie veranstalten den „Marsch für das Leben“ – eine Veranstaltung, die vermeintlich für den Schutz „ungeborenen Lebens eintritt und deshalb u.a. ein umfassendes Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen fordert. Doch hinter ihren „familienfreundlichen“ Parolen steckt eine zutiefst antifeministische, queerfeindliche und autoritäre Ideologie. Unter bürgerlichen Deckmänteln organisieren sie nach rechts weit offene Veranstaltungen.

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Pressemitteilung: Demonstrationsrecht für alle? Anscheinend nicht

Pressemitteilung 6.9.2022

Das Verwaltungsgericht Berlin hat eine Klage des What-the-Fuck-Bündnisses abgewiesen. Geklagt hatte die Anmelder*in einer Kundgebung gegen den christlich-fundamentalistischen, sogenannten „Marsch für das Leben“ (MfdL). Die Klage richtete sich gegen die Verlegung der Kundgebung im Jahr 2019 durch die Berliner Polizei. Die Route des MfdL war zuvor ebenfalls von der Polizei geändert worden.

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Repression anklagen! Kundgebung am 12.08.

Ungefähr 100 Aktivist:innen haben einen Strafbefehl in Zusammenhang mit den Protesten gegen den sogenannten „Marsch für das Leben“ 2019 erhalten. Seit Herbst 2020 laufen die Prozesse und nehmen kein Ende – What the fuck! Feminism is not a crime.

Grafik mit pinkem Hintergrund und lila Schrift: Antirepression Anklagen. Mit den Daten zur Verhandlung. Rechts ist das "Feminism is not a Crim"-Logo mit einem zerbrochenen Kleiderbügel abgebildet. Untertitel: Gegen Fundis und Repression.Kommt alle zur nächsten Kundgebung. Gemeinsam gegen Repression und Antifeminismus! Denn: Solidarität ist unsere Waffe.

Donnerstag, 12.08.21 um 09:00 Uhr vorm Amtsgericht Tiergarten, Turmstr. 91. Weiterlesen