Nicht nur Frauen können schwanger werden – Gedanken zu Cis-Sexismus beim Protest

Wir freuen uns wie jedes Jahr über kreative und vielfältige Inhalte bei unserem Protest. Allerdings tauchen bei Aktionen rund um das Recht auf körperliche Selbstbestimmung immer wieder Sprüche auf, die marginalisierte Lebensrealitäten nicht mitdenken und damit unsichtbar machen. Wir als Bündnis wünschen uns, dass bei unserem Protest diese Unsichtbarmachung nicht weitergeführt wird.

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Feminism is not a crime!

Feminism is not a crime! Feministische Proteste statt Fundis und Polizei!

Feministische Aktivist:innen werden mit Repression überzogen. Doch wir lassen uns nicht unterkriegen! Spendet und zeigt euch solidarisch mit den Protesten gegen christlichen Fundamentalismus und für reproduktive Rechte!
Seit 2008 protestieren wir lautstark, kreativ und voller Elan gegen den christlich-fundamentalistischen „Marsch für das Leben“, bei dem jährlich selbsternannte „Lebensschützer“ ein generelles Verbot von Abtreibungen fordern. Mit Blockaden und unter tatkräftiger Unterstützung von tausenden Feminist:innen, Queers und Antifaschist:innen wurde der Marsch in den letzten Jahren gestört und verzögert, die christlichen FundamentalistInnen mussten ihre geplante Route verändern und abkürzen. Mit unseren queer-feministischen Demos tragen wir unsere Inhalte für körperliche und sexuelle Selbstbestimmung auf die Straße.
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Kein Wunsch – sondern Recht. Zum neuen Intensivpflege- und Rehabilitationsstärkungsgesetz

Seit einem Jahr arbeitet Jens Spahn, zusammen mit CDU, CSU und SPD an einem Gesetzesentwurf zum Intensivpflege- und Rehabilitationsstärkungsgesetz (IPReG, das zu Beginn Reha- und Intensivpflegestärkungsgesetz (RISG) hieß). Von Anfang an gab es heftigen Gegenwind und Proteste aus der Behindertenbewegung zum Gesetzesentwurf, der daraufhin nicht bloß äußerlich (anderer Name), sondern auch inhaltlich angepasst wurde. Allerdings nicht genug. Der am 02.07.2020 vom Bundestag beschlossene Entwurf weißt immer noch Unschärfen und Raum für Willkür auf und steht daher weiterhin in der Kritik von Aktivist:innen, Mediziner:innen und Politiker:innen.

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Unborn lives matter? – What the fuck?!

Nach dem gewaltsamen Tod von George Floyd gab es auch in Deutschland größere Black Lives Matter Demonstrationen. Schwarzen Aktivist:innen, organisierten People of Colour und migrantischen Selbstorganisationen gelang es zumindest kurzzeitig, auch einen medialen Fokus auf das Thema rassistische Polizeigewalt in Deutschland zu lenken, auch wenn der Mainstream gerne alles auf die andere Seite des Atlantiks projizieren wollte.

Aber warum gibt es eigentlich so eine große Leerstelle bei dem Thema unter Pro-Choice-Gruppen in Deutschland? Und wie könnte eigentlich sinnvolle Solidarität seitens mehrheitlich weißer feministischer Zusammenhänge aussehen?

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Der Staat in Bauch und Bett? What the Fuck!

Sexuelle Dienstleistungen anbieten und eine ungewollte Schwangerschaft beenden – beides ist in Deutschland heute grundsätzlich möglich aber tabuisiert und stigmatisiert. Sowohl Sexarbeit als auch Schwangerschaftsabbrüche waren lange Zeit vollständig illegalisiert und sind noch heute mit Verboten, Zwängen und Hindernissen belegt. Dies trifft fast ausschließlich Frauen, Trans*, Inter* und nicht-binäre Personen.
Als „What-the-Fuck“-Bündnis sind wir seit Jahren solidarisch mit Sexarbeiter*innen. Das bringen wir in unseren Texten sowie bei Veranstaltungen, Aktionen und bei den Gegenprotesten für den „Marsch für das Leben“ zum Ausdruck. Wie Sexarbeit und reproduktive Rechte, so auch der legale Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen, zusammenhängen, wollen wir hier noch einmal kurz aufzeigen:

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Pressemitteilung 26.08.2020

Antifeminismus die Show stehlen
Pro-Choice-Rallye am 19. September 2020 in Berlin-Mitte

Am 19. September 2020 findet in Berlin der „Marsch für das Leben“ statt. Trotz Corona-Ansteckungsrisiko wollen die selbsternannten „Lebensschützer“ mit bis zu 5.000 Menschen gegen Abtreibung und körperliche Selbstbestimmung demonstrieren. Das What-the-fuck-Bündnis mobilisiert zu Gegenprotesten. Um das Ansteckungsrisiko so klein wie möglich zu halten und es auch Menschen mit erhöhter Gefährdung zu ermöglichen, Teil des Protests zu sein, ruft das queerfeministische und antifaschistische Bündnis in diesem Jahr zur Pro-Choice-Rallye quer durch Berlin Mitte auf. Continue reading

Pro Choice statt Pro Femina

Vor genau 1 Jahr haben die selbsternannten „Lebensschützer“ von Pro Femina in Berlin eine Filiale eröffnet. Zu diesem Anlass haben wir ihnen eine Geburtstagstorte vorbeigebracht – die erste und letzte! Wir fordern die Schließung der Beratungsstelle. Für eine ergebnissoffene und freiwillige Beratung von Schwangeren!
#nofundis #wegmit218 #wegmit219a #ProChoiceStattProFemina #feministashell