Was haben die Fundis eigentlich geplant?

Der Marsch für das Leben 2018 – die Pläne der Fundis

Am Freitag, den 21. 9., treffen sich bereits Fundis & friends zu einer Tagung unter dem Titel „Die Macht der Sprache: Lebensrecht und gute Worte“. Die Antifeministin Birgit Kelle wird einen Vortrag halten.
Die Tagung soll hier stattfinden: Seminarraum mit Spreeblick, An der Schillingbrücke 4, 10243 Berlin.

Die christlichen FundamentalistInnen wollen sich am 22. September ab 13 Uhr vor dem Reichstag in Berlin versammeln. Sie würden gerne mit einer Kundgebung beginnen und dann ca. 5 km gemeinsam marschieren. Im Anschluss ist ein Gottesdienst geplant (geplantes Ende 17:30).
Bei dem Auftakt wollen sie der Band „Koenige und Priester“ lauschen. Sicherlich werden auch wieder verschiedene Personen sprechen.
Es werden Fundis aus allen möglichen Ecken und Abgründen anreisen. Auf der Seite des Bundesverband für Lebensrecht könnt ihr nachschauen, ob es auch bei euch eine Abreise gibt: bundesverband-lebensrecht.de

 

„Singen für das Leben“ – Gegen den „Marsch für das Leben“ die Stimme erheben

Aufruf zum musikalischen Gegenprotest!

22.09.2018 – 12:30 Uhr

Am 22. September 2018 findet in Berlin zum mittlerweile vierzehnten Mal der „Marsch für das Leben“ statt. Die Demonstration ist die wichtigste Veranstaltung von christlichen Fundamentalist*innen und Abtreibungsgegner*innen im deutschsprachigen Raum. Letztes Jahr gingen mehr als 3.500 Menschen für ein generelles Verbot von Abtreibungen auf die Straße. Die selbsternannten „Lebensschützer“ richten sich mit ihrer Demonstration aber nicht nur gegen das Selbstbestimmungsrecht von Frauen* und schwangeren Personen über ihren eigenen Körper. Sie propagieren ein christlich-fundamentalistisches Weltbild, in dem kein Platz ist für Schwule, Lesben, Trans*, Inter, Queers* und alle die nicht in heterosexuellen Kleinfamilien leben wollen.

Wir stellen uns dagegen und erheben unsere Stimme. Wir treten ein für eine befreite und emanzipierte Gesellschaft, für sexuelle und geschlechtliche Selbstbestimmung, für die Entkriminalisierung von Abtreibung, die Abschaffung der Paragrafen 218 und 219 StGB und für die gleichberechtigte Anerkennung aller (sexuellen) Lebensweisen.

Gemeinsam wollen wir deswegen am 22. September queerfeministische Songs auf die Straße tragen. Wir, das sind verschiedene Chöre, Singegruppen und singende Einzelpersonen aus Berlin, die sich hierfür zusammengetan haben.

Ihr habt Lust euch uns anzuschließen? Dann kommt zu den musikalischen Gegenprotesten.

Wenn ihr schon mal die Songs üben wollt (kein Muss), kommt zur öffentlichen Generalprobe:

Am Donnerstag, den 20.09. um 18 Uhr im Körnerpark in Berlin-Neukölln (vor der Galerie).

Musikalischer Gegenprotest:

Am Samstag, den 22.9. um 12:30 Uhr. Wir treffen uns Ecke
Scheidemannstraße/Ebertstraße und erkennen uns an pinken Accessoires.

Eine Aktion im Rahmen des „What the fuck!“ Bündnisses gegen den „Marsch für das Leben“. Mit Vertreter*innen aus folgenden Chören:

Chor der Barmherzigen

Judiths Krise

Jogida – Jodel-Offensive gegen die Idiotisierung durch Angst

Rattenchor

My body my choice, raise your voice!

Kontakt: singenfuerdasleben@gmx.de

Der Aufruf zum „Marsch für das Leben“ – Unsolidarisch und verlogen!

Der Bundesverband für Lebensrecht veranstaltet auch in diesem Jahr einen „Marsch für das Leben“ in Berlin. In ihrem Aufruf dazu machen sie deutlich, dass Schwangerschaftsabbrüche für sie eine Tötung darstellen. Sie behaupten, dass viele Frauen und Paare sich nicht über die Endgültigkeit ihrer Entscheidung bewusst seien und fordern eine umfassende Information zur Konsequenz von Abtreibungen. Diese vermeintliche Forderung nach Aufklärung ist eine Farce!!

Es sind AbtreibungsgegnerInnen, die im Internet falsche Informationen zu Abtreibungen veröffentlichen. Sie setzen Schwangere moralisch unter Druck und beschimpfen und verurteilen Personen, die eine Schwangerschaft abgebrochen haben.
Seriöse Informationen zu Abtreibungen können Schwangere zum Beispiel von Ärzt*innen, bei Beratungsstellen bekommen und im Internet finden.
AbtreibungsgegnerInnen zeigen allerdings Ärzt*innen an, die auf ihren Homepages über Abtreibungen aufklären bzw. angeben, diese durchzuführen (siehe zum Beispiel der Fall von Kristina Hänel). AbtreibungsgegenerInnen stehen vor Beratungsstellen und beschimpfen und belästigen Personen, die sich beraten lassen wollen bzw. in den Beratungsstellen arbeiten (Zum Beispiel dieses Jahr in Frankfurt und Wiesbaden). AbtreibungsgegnerInnen geben viel Geld aus, damit sie bei Suchmaschinen weit oben gelistet werden und gezielt Fehlinformationen zu Schwangerschaftsabbrüchen verbreiten können (Beitrag zu Suchmaschinenoptimierung).

Wenn es den AbtreibungsgegnerInnen tatsächlich um Aufklärung, die Möglichkeit der Entscheidungsfreiheit und den Schutz von Schwangeren gehen würde, dann wären sie für den freien Zugang zu Informationen – also auch für die Abschaffung von § 219 a.
Stattdessen kämpfen sie dafür, dass Schwangere so wenig Informationen wie möglich über Abtreibungen bekommen – WTF!?
AbtreibungsgegnerInnen interessieren sich nicht für die Sorgen und Entscheidungen von schwangeren Personen. Sie sind weder solidarisch noch an Aufklärung interessiert.

Plakate sind da!

§ 218 zerschlagen ist Handarbeit.
Unterstützt uns, hängt die Plakate auf: ob im Freibad, im Infoladen, auf der Arbeit, im Späti oder unter der Autobahnbrücke. Ganz egal, Hauptsache wir werden überall sichtbar.
Abholen könnt ihr die Plakate in Berlin im faq Infoladen (Jonasstr. 40, Neukölln) und in den Buchläden Zur schwankenden Weltkugel (Kastanienallee 85) und Schwarze Risse (Gneisenaustr. 2a)

Gegen den Marsch für das Leben 2018 gemeinsam auf die Straße, Mobiplakat Gegen den Marsch für das Leben 2018 gemeinsam auf die Straße, Mobiplakat

Schlafplatz

Für alle, die an beiden Tagen dabei sein wollen und eine Übernachtungsmöglichkeit brauchen, haben wir eine Schlafplatzbörse eingerichtet. Schreibt bei Bedarf einfach eine Mail an wtf-schlafplatz {at} riseup.net

Den PGP-Key könnt ihr hier runterladen

Fingerprint: B06D 18BB 2005 E3AB AA5E 7671 4FF2 C133 A67D 68B6

Aufruf 2018 online!

Unser Aufruf zu den diesjährigen Protesten ist online – gemeinsam für sexuelle und geschlechtliche Selbstbestimmung.

Queer-Feministische Demo am 21. September 2018, 18 Uhr, S-Bahnhof Friedrichstraße

Am 22.09.2018 Proteste in Berlin gegen den „Marsch für das Leben“.

Marsch für das Leben in berlin sabotieren, What the fuck 2018

 

 

 

 

Wir kämpfen:

– für sexuelle und geschlechtliche Selbstbestimmung.

– für die Abschaffung der Paragrafen §218 und §219 StGB, um endlich das Recht auf Abtreibung und einen leichten Zugang zu Informationen darüber umzusetzen.

– für die Abschaffung der Paragrafen §218 und §219 StGB, um endlich das Recht auf Abtreibung und einen leichten Zugang zu Informationen darüber umzusetzen. Insbesonderefür Menschen, die ohnehin schon einen prekären Status in der Gesellschaft haben (wie z.B. Geflüchtete) wird der Zugang durch die Illegalisierung stark erschwert.

– dafür, dass Abtreibungen als medizinische Leistung von der Krankenkasse bezahlt und anerkannt werden. Damit Schwangere nicht auf den Kosten sitzen bleiben.

– dafür, dass Krankenhäuser Schwangerschaftsabbrüche anbieten sowie durchführen müssen und diese Teil der medizinischen Ausbildung werden.

– dafür, dass alle Menschen selbst entscheiden können, ob sie (weitere) Kinder bekommen oder nicht. Das schließt kostenlose Verhütungsmittel mit ein.

– dafür, dass es keine Rolle spielt, ob ein Kind mit oder ohne Behinderungen auf die Welt kommt. Deshalb sind wir gegen Selektion durch pränatale Diagnostik.

– für eine Gesellschaft, in der alle sexuellen Lebensweisen gleichberechtigt anerkannt sind. Denn wir lieben, wen und wie wir wollen.

Marsch für das Leben in berlin sabotieren, What the fuck 2018

Plakatkampagne #wegmit218

Plakataktion vom What the Fuck-Bündnis zu Abtreibung. Wir sind ein Bündnis gegen den "Marsch für das Leben" und für Emanzipation.

Abtreibungen gelten in Deutschland immer noch als Straftat. Meistens müssen schwangere Personen die Abtreibungen selber bezahlen. Für viele Menschen ist es in Deutschland sehr schwierig, eine*n Ärzt*in zu finden, die Abtreibungen anbietet und oft müssen Menschen für eine Abtreibung weit fahren.

Das muss nicht so sein! Wir fordern freie Informationen über Schwangerschaftsabbrüche und einen legalen und kostenlosen Zugang zu Abtreibungen.

Wenn du mehr zum Thema Abtreibungen erfahren möchtest, schau dir unsere Plakate an.

Homepage des What the Fuck bündnisses über die Gegendemo zum Marsch für das Leben. Wie ist die Situation mit Abtreibungen in Deutschland? Homepage des What the Fuck Bündnisses über die Gegendemo zum Marsch für das Leben. Was sind die Gesetze zu Abtreibung in Deutschland. Sind Abtreibungen legal?

Leben schützen – Abtreibung legalisieren

Queer-Feministischer Wandertag:
Kommt mit uns am 16.6. nach Annaberg-Buchholz um gemeinsam für legale Abtreibungen und sexuelle Selbstbestimmung zu kämpfen! Lasst uns den christlichen Fundis im „bible belt“ gehörig Glitzer in die Suppe spucken.

Tickets für die gemeinsame Bus-Anreise gibt es im k-fetisch, schwarze risse und cafe cralle.

Mehr Infos zum Tag unter: http://schweigemarsch-stoppen.de/

 

 

Kundgebung 28. Mai 2018

Schwangerschaftsabbrüche legalisieren!
§ 219a ist nicht genug. Weg mit § 218!

Wir rufen zu einer Kundgebung gegen die Illegalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen auf. Noch immer gelten Abtreibungen als Straftat und auch Ärzt*innen und Beratungsstellen werden kriminalisiert. Das muss endlich aufhören! Wir fordern ein Recht auf Abtreibungen, denn es sind unsere Körper und unsere Entscheidungen!

Kommt zur Kundgebung am Montag, den 28. Mai 2018 um 16:30 Uhr
vor das Gesundheitsministerium (Friedrichstraße 108)!

Homepage des What the Fuck Bündnisses über die Gegendemo zum Marsch für das Leben. Was sind die Gesetze zu Abtreibung in Deutschland. Sind Abtreibungen legal?Schwangerschaftsabbrüche gelten auch in Deutschland gemäß § 218 Strafgesetzbuch als Straftat und sind nur unter bestimmten Voraussetzungen straffrei. So können schwangere Personen bspw. nur innerhalb von 12 Wochen und mit einer erzwungenen Schwangerschaftskonfliktberatung einen Abbruch vornehmen lassen. Selbst das Informieren über Schwangerschaftsabbrüche gilt in Deutschland gemäß § 219a StGB als Straftat. Es ist gängige Praxis von z.B. christlichen FundamentalistInnen, Ärzt*innen anzuzeigen, die über Schwangerschaftsabbrüche informieren. Der bekannteste Fall ist Kristina Hänel, die im November 2017 aufgrund dessen verurteilt wurde. Dies hat zu einer breiten gesellschaftlichen Debatte über die Kriminalisierung von Ärzt*innen und Beratungsstellen geführt. Auf parlamentarischer Ebene folgten Gesetzesinitiativen verschiedener Parteien zur Neuregelung bzw. Streichung des § 219a StGB.

Doch das ist nicht genug! Denn das zwingend notwendige Ziel ist die Abschaffung des §218 StGB! Diese Regelungen kriminalisieren schwangere Personen und nehmen ihnen das Recht auf Selbstbestimmung.

Feministische Kämpfe haben in der DDR ab 1972 dazu geführt, dass Schwangerschaftsabbrüche innerhalb der ersten 12 Wochen entkriminalisiert wurden. Mit dieser so genannten Fristenlösung konnten schwangere Personen selbstbestimmt ohne Zwangsberatung Abtreibungen vornehmen lassen. Die geschaffene Rechtslage in der DDR beeinflusste auch die Debatte über die Novellierung des § 218 StGB in der BRD. Doch 1975 beurteilte das Bundesverfassungsgericht diese als verfassungswidrig. Nach der Wiedervereinigung wurde die Fristenregelung mit Beratungspflicht als bundeseinheitliche Neuregelung vom Bundestag verabschiedet. Dies stellte somit einen enormen Rückschritt dar. Ein Urteil des Bundesverfassungsgerichtes am 28.05.1993 schrieb die Beratungspflicht fest und bestätigte, dass Abtreibungen im Grundsatz rechtswidrig sind.

Heute, 25 Jahre nach diesem Urteil, will Gesundheitsminister Jens Spahn einen „Kompromiss“ im Streit um den Paragrafen 219a erschleichen und Konservative nutzen die Debatte, um rechte Wähler*innenstimmen zu fischen.

Wir wehren uns gegen die Instrumentalisierung von reproduktiven Rechten und fordern den legalen Zugang zu Abtreibungen und die Abschaffung des § 218 StGB!

Kommt zur Kundgebung am Montag, den 28. Mai 2018 um 16:30 Uhr vor das Gesundheitsministerium (Friedrichstraße 108)!